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Kunststoffformgeber – Lehre & Beruf

1907 entstand das erste synthetische Plastik. Es wurde nicht aus pflanzlichem oder tierischem Material hergestellt, sondern aus fossilen Brennstoffen synthetisiert. Es heißt Bakelite und wurde nach Leo Baekeland benannt.

Was macht ein Kunststoffformgeber?

Die Lehre zum Kunststoffformgeber ähnelt der des Kunststofftechnikers sehr. Trotzdem gibt es Unterschiede, vor allem in der Dauer und der Kompetenzvermittlung. Die Lehre zum Kunststofftechniker dauert 4 Jahre, die Lehre zum Kunststoffformgeber hingegen nur 3.

Fachlich unterscheiden sich vor allem die Schwerpunkte. Beim Kunststoffformgeber liegt der Fokus neben der Herstellung mehr auf der Kunststoffverarbeitung bzw. der Formgebung des Kunststoffs. In der Lehre zum Kunststofftechniker erwirbt man in der 4-jährigen Lehre dagegen zusätzlich Kompetenzen in der Anlagensteuerung und im Produktionsmanagement. Außerdem steigen Absolventen der Kunststofftechnik mit höherer Wahrscheinlichkeit im Betrieb als Führungskraft mit hoher Selbstständigkeit und Verantwortung ein.

In der Lehre zum Kunststoffformgeber lernst du Kunststoffartikel und Kunststoffhalbfabrikate herzustellen. Beispiele dafür sind Haushalts- und Küchengeräte, Dosen, Deckel, Gehäuse sowie Rohre, Folien und andere Kunststoffteile. Dabei nehmen sich die Kunststoffformgeber Maschinen zur Hilfe und wenden verschiedene Verfahren wie Sägen, Bohren, Schneiden, Kleben, Löten oder Härten an.

Nach der Lehre arbeiten Kunststoffformgeber in Werkstätten von Gewerbebetrieben aber auch in Werkshallen und Laboren von Industriebetrieben.

Art der Ausbildung

Lehre (Lehrbetrieb & Berufsschule)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre

Lehrlingsentschädigung

1. Lehrjahr: 764 €

Kunsstoffformgeber: Voraussetzungen für die Lehre

Wie bei jeder Lehrlingsausbildung musst du für die Lehre Kunststoffformgeber mindestens die 9-jährige Schulpflicht abgeschlossen haben. Daneben sind gute Noten in Mathe, Kunst und Werken, handwerkliches Geschick, gestalterische Fähigkeiten und eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf.

So läuft die Lehre ab

Du interessierst dich für den Beruf Kunststoffformgeber? Dann möchtest du sicher wissen: Wie werde ich Kunststoffformgeber?

Deine Lehre ist dual aufgebaut, das heißt du bist im Wechsel in Lehrbetrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Kunststoffformgeber und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir dagegen das nötige theoretische Hintergrundwissen vermittelt.

Am Ende deiner Lehre nimmst du an der Lehrabschlussprüfung teil, die sich aus einer praktischen und einer theoretischen Prüfung zusammensetzt. Weitere Infos zur Prüfung sowie den Inhalten und dem Ablauf der Lehre findest du in der Ausbildungsordnung für Kunststoffformgeber.

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Bildnachweis: „Mann an einer Werkzeugmaschine" © Ingo Bartussek / Fotolia