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Land- und Baumaschinentechniker / Land- und Baumaschinentechnikerin
Lehre & Beruf

Lehre Land- und Baumaschinentechniker

Du bist auf der Suche nach einem Beruf, der dich technisch sowie handwerklich fordert und hast eine Leidenschaft für Maschinen, Geräte und deren Reparatur? Land- und Baumaschinentechniker sind dafür verantwortlich, dass Landmaschinen und Baumaschinenfahrzeuge einwandfrei funktionieren.

Um das zu gewährleisten, führen sie regelmäßig Wartungsarbeiten, Fehlerdiagnosen und Instandsetzungsarbeiten an den Maschinen durch. Das klingt spannend für dich? Dann ist eine Lehre zum Land- und Baumaschinentechniker für dich vielleicht genau das Richtige! Hier findest du Informationen zu diesem Beruf und zur Ausbildung.

Berufsbild Land- und Baumaschinentechniker/in

Was macht ein Land- und Baumaschinentechniker (m/w/d)?

Land- und Baumaschinentechniker, oder auch Landmaschinenmechaniker oder Landmaschinenmechatroniker, arbeiten mit den verschiedensten Maschinerien und Geräten. Bereits während der Lehre kannst du in Österreich zwischen 2 verschiedenen Fachrichtungen wählen: Entweder entscheidest du dich für den Schwerpunkt Baumaschinen oder für den Schwerpunkt Landmaschinen

In beiden Fachrichtungen bist du in der Land- und Baumaschinentechnik für das Reparieren und das Warten jeglicher Geräte und Maschinen verantwortlich, die zum Bereich der Land- und Baumaschinentechnik zählen.

Neben dem Beurteilen und Diagnostizieren von Problemen und der Reparatur bestehen deine hauptsächlichen Aufgaben in der Montage, im Prüfen und im Umbau von verschiedenen Maschinen und Anlagen bzw. den Umbauarbeiten am Fahrwerk. Manchmal fertigst du selbst auch Einzelteile an – händisch oder maschinell. 

Auch Funktionskontrollen zählen zu deinen Beschäftigungen als Land- und Baumaschinentechniker. Dabei arbeitest du an elektrischen, pneumatischen, hydraulischen und kälteanlagentechnischen Maschinen oder Bauteilen. Ob bei der Arbeit an Motoren oder an Einzelbaugruppen – hier bist du für die Reparatur und die Dokumentation und Erfassung der technischen Daten zuständig. 

Trotzdem gibt es natürlich einige Unterschiede zwischen den Schwerpunkten in der Land- und Baumaschinentechnik. Bevor du deine Ausbildung startest, solltest du dir also überlegen, welchen Fokus du setzen möchtest und in welchem Bereich genau du später tätig sein möchtest. 

Schwerpunkt Landmaschinen vs. Schwerpunkt Baumaschinen

Was sind die Unterschiede zwischen den 2 Fachrichtungen? Unabhängig davon für welche Fachrichtung du dich entscheidest, im Grunde sind deine Aufgaben in der Land- und Baumaschinentechnik ähnlich aufgebaut. Lediglich die Maschinen und Geräte, an denen du deine Arbeiten vornimmst, sowie deine Arbeitsmittel unterscheiden sich voneinander. 

Als Land- und Baumaschinentechniker Schwerpunkt Landmaschinen bist du für die Wartung und Reparatur von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Geräten und Maschinen wie Traktoren, Mähdreschern, Säh- und Pflanzmaschinen, Fütterungs- und Reinigungsmaschinen oder Melkanlagen zuständig. Interessierst du dich also für Berufe mit Traktoren in der Landwirtschaft, könnte dieser Schwerpunkt zu dir passen.

Um Schäden sowie Mängel festzustellen und diese zu beheben, verwenden Landmaschinenmechaniker computergesteuerte Werkzeugmaschinen, aber auch gewöhnliche Werkzeuge wie Hämmer, Schraubenzieher oder Feilen. Elektronische Störungen erkennst du in der Land- und Baumaschinentechnik mithilfe von Messgeräten. 

Der Land- und Baumaschinentechniker Schwerpunkt Baumaschinen wartet und repariert alle Maschinen, Gerätschaften und Anlagen, die im Bauwesen verwendet werden.

Dazu gehören zum Beispiel Bagger, Kräne, Raupenfahrzeuge, Transportmaschinen oder Lauf- und Förderbänder. Ein Baumaschinentechniker kann aber auch in der Konstruktion, Herstellung oder der Montage tätig sein. Dabei zeichnet er Skizzen und Pläne, fertigt einzelne Bauteile an oder baut Geräte zusammen.

Als Werkzeug nimmt sich der Baumaschinentechniker oft Feilen, Sägen und andere klassische Werkzeuge zur Hand, aber auch computergesteuerte Werkzeugmaschinen kommen zum Einsatz.

Wie sieht der Berufsalltag eines Bau- und Landmaschinentechnikers aus?

Dein Arbeitsalltag in der Land- und Baumaschinentechnik in Österreich beginnt in der Regel zwischen 6 und 8 Uhr morgens und endet spätestens gegen 17 Uhr. Abhängig vom Kunden ist in diesem Job manchmal auch Wochenendarbeit möglich – dann wartest und reparierst du die Maschinen und Geräte, während sie nicht im normalen Betrieb sind.  

Der Landmaschinentechniker arbeitet meist in kleinen und mittleren Landmaschinenreparatur und -wartungsbetrieben, im Landmaschinenhandel, bei Lagerhausgenossenschaften oder in industriellen Mittel- und Großbetrieben des landwirtschaftlichen Maschinen- und Anlagenbaus. Reparatur und Montage führen Landmaschinenmechaniker häufig direkt bei ihren Kunden vor Ort aus. 

Der Baumaschinentechniker bzw. die Baumaschinenmechanikerin arbeitet den Großteil der Zeit in Werkstätten und Werkhallen von Unternehmen der Baubranche, in Service- und Reparaturbetrieben sowie direkt auf Baustellen. 

Lehre zum Land- und Baumaschinentechniker

Wie läuft die Lehre zum Land- und Baumaschinentechniker ab?

Du interessierst dich für die Lehre zum Land- und Baumaschinentechniker und bist auf der Suche nach Informationen? In Österreich ist die Baumaschinenmechaniker- oder Landmaschinenmechaniker- Lehre dual aufgebaut, das heißt, du bist im Wechsel in Lehrbetrieb und Berufsschule. Insgesamt dauert die Lehre 3 1/2 Jahre

Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Land- und Baumaschinentechniker. Hier geht es darum, die wesentlichen Inhalte und Beschäftigungen in der Land- und Baumaschinentechnik wie zum Beispiel Umbauarbeiten an Motoren oder Prüfung und Montage aufzunehmen. Durch den praktischen Teil deiner Ausbildung erwirbst du also Kenntnisse in allen Schwerpunkten in der Bau- und Landmaschinentechnik und sollst dazu ausgebildet werden, deine Tätigkeiten fachgerecht auszuführen.

In der Berufsschule wird dir dagegen das nötige theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Auf diese Weise sollst du Abläufe nicht nur praktisch ausführen können, sondern auch verstehen.

Am Ende deiner Lehre nimmst du an der Abschlussprüfung für Bau- und Landmaschinenmechatroniker teil, die sich aus einer praktischen und einer theoretischen Prüfung zusammensetzt.

Welche Eigenschaften brauchen Landmaschinenmechaniker und Baumaschinenmechaniker?

  • Handwerkliches Geschick
  • Technisches Verständnis
  • Fingerfertigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein 
  • Sorgfalt 
  • Logisch-analytisches Denken
  • Mathematisch-rechnerische Stärken

Voraussetzungen für die Lehre

Schulfächer

  • Mathematik
  • Physik
  • Technisches Werken

Stärken

  • Handwerkliches Geschick
  • Sorgfältiges Arbeiten
  • Technisches Verständnis

Arbeitsbedingungen

  • Werkstatt
  • Teamarbeit
  • Kundenkontakt

Was für einen Abschluss braucht man, um im Bereich Land- und Baumaschinentechnik zu arbeiten?

Wie bei jeder Lehrlingsausbildung musst du für die Lehre als Landmaschinenmechaniker oder als Baumaschinenmechanikerin in Österreich mindestens die 9-jährige Schulpflicht abgeschlossen haben. Daneben sind gute Noten in Mathe, Werken, Deutsch und Physik Voraussetzung für den Start der Ausbildung. 

Wie viel verdient man während der Ausbildung?

Da der Land- und Baumaschinentechniker einer der Lehrberufe ist, die du in Österreich dual ausübst, kannst du dich in der Zeit während der Lehre über ein geregeltes Gehalt freuen. Dabei ist dein Gehalt von einigen Faktoren sowie von dem genauen Bereich, in dem du tätig bist, abhängig. Das heißt: Arbeitest du im Metall- und Elektrogewerbe, ist dein Gehalt während der Ausbildung etwas niedriger als in der Metallindustrie oder im Baugewerbe. 

Bist du als Landmaschinenmechaniker in der Gemeinde Wien als Gemeindebediensteter angestellt, fällt dein Gehalt nochmal etwas anders aus. Und trittst du als Lehrling für Baumaschinen erst nach Vollendung deines 18. Lebensjahres in die Lehre ein, gestaltet sich dein Gehalt wiederum etwas höher. Du siehst also: Allgemeine Aussagen lassen sich nur schwer treffen. Meistens bewegt sich dein Gehalt aber in diesem Rahmen: 

 

  • 1. Lehrjahr: 720 bis 1.050 Euro 
  • 2. Lehrjahr: 910 bis 1.200 Euro 
  • 3. Lehrjahr: 1.200 bis 1.800 Euro 
  • 4. Lehrjahr: 1.600 bis 2.100 Euro    

Dein Einstiegsgehalt in diesem Lehrberuf liegt durchschnittlich bei 2.130 bis zu 2.400 Euro.

 

 

Quelle: AMS Berufslexikon. 

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Die abgeschlossene Ausbildung zum Baumaschinenmechaniker oder zur Landmaschinentechnikerin ist dir noch nicht genug und du bist auf der Suche nach Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung? Hier findest du Informationen zu Weiterbildung und den Zukunftsaussichten in diesem Beruf. 

Grundsätzlich gibt es 3 Arten von Weiterbildungen

  • Anpassungsfortbildung (Spezialisierung)
  • Aufstiegsfortbildung (Weiterbildung)
  • Studium

Weiterbildung nach der Ausbildung

Durch eine Anpassungsfortbildung bzw. Spezialisierung kannst du dein Wissen weiter vertiefen und dir so beispielsweise einen neuen beruflichen Schwerpunkt setzen. Auf diese Weise kannst du deine Karriere weiter vorantreiben und dich von anderen Bau- und Landmaschinentechnikern abheben. 

Folgende Spezialisierungen sind zum Beispiel möglich: 

  • Fokus auf bestimmte Bau- oder Landmaschinenarten oder -marken 
  • Service, Reparatur, Wartung 
  • Elektronische und mechatronische Maschinenkomponenten
  • Aufbau, Montage, Inbetriebnahme
  • Steuerungstechnik
  • Technische Dokumentation 
  • Sicherheits- und Umweltprüfung

Natürlich hast du auch die Möglichkeit, einen Land- oder Baumaschinenmechaniker-Meister zu absolvieren. Ein Meister im Bereich Handwerk lohnt sich prinzipiell immer, da in diesem Bereich Fachkräftemangel besteht. 

Falls du dich für einen Meister für das Handwerk der Metalltechnik für Land- und Baumaschinen interessierst, solltest du aber beachten, dass ein Vorbereitungskurs für die Prüfung nicht geschenkt ist – im Schnitt kostet ein Vorbereitungskurs in diesem Bereich um die 5.000 Euro. 

Oder möchtest du nach deiner abgeschlossenen Berufsausbildung noch ein Studium absolvieren? Dann bietet sich ja vielleicht einer dieser Studiengänge an: 

  • Maschinenbau 
  • Fahrzeugtechnik 
  • Physik 

Zukunftsaussichten für Land- und Baumaschinentechniker

Ist Landmaschinenmechaniker bzw. Baumaschinenmechanikerin ein Job mit Zukunft? Deine Zukunftsaussichten als Landmaschinentechnikerin oder als Baumaschinenmechanikerin gestalten sich insgesamt gut. Sowohl im Anlagen- und Maschinenbau als auch in der Baubranche wird von einer stabilen Entwicklung der Beschäftigtenzahlen ausgegangen. 

Auch in der Landwirtschaft hast du verhältnismäßig sichere Berufsaussichten: Aufgrund von moderner Technik und Ausstattung werden auch in diesem Bereich Fachkräfte gesucht. Du siehst also: In dieser Branche hast du Aussichten auf einen sicheren Job mit Zukunft. 

Beachte: Für Baumaschinentechniker und Landmaschinentechnikerinnen sind die Beschäftigungsmöglichkeiten saisonabhängig. Im Winter besteht seltener der Bedarf an Reparatur oder Wartung, während im Sommer umso mehr Fachkräfte benötigt werden. 

Immer noch auf der Suche nach der richtigen Lehrstelle? Falls du dich für handwerkliche Lehrberufe interessierst, könnte dieser Artikel für dich interessant sein: Handwerksberufe. Oder du probierst den kostenlosen Berufswahltest aus, um dich neu zu orientieren. 

Verwandte Berufe aus dem Bereich Technik, Metall & Maschinenbau 

Weitere Informationen 

Bildnachweis: „Bagger auf einer Baustelle" © Bernd Leitner - stock.adobe.com; „Reparatur des Mähdreschers" © romaset - stock.adobe.com; „Arbeit an Landmaschinen in der Werkstatt" © Dmitry Volochek - stock.adobe.com; „Landmaschinentechniker arbeiten im Freien" © karepa - stock.adobe.com; „Instandsetzung eines gelben Mähdreschers" © karepa - stock.adobe.com.