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Keramiker – Lehre & Beruf

Wer sich wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt, sollte diesen Beruf besser nicht ausüben! Denn als Keramiker dreht sich alles rund um zerbrechliche Erzeugnisse, wie Tassen, Vasen, Teller, Waschbecken und Fliesen.

Was macht ein Keramiker?

In ihrem Arbeitsalltag stellen Keramiker aus verschiedenen Rohstoffen, wie Ton und Kaolin, die Arbeitsmasse her, die sie anschließend auf verschiedene Arten bearbeiten. Zunächst werden daraus die sogenannten Rohlinge geformt. Diesen Prozess erledigen die Keramiker entweder manuell auf einer Drehscheibe oder mit Hilfe von Formgebungsmaschinen, die für jeden individuellen Auftrag umgerüstet und neu eingerichtet werden müssen. Anschließend produzieren sie Arbeitsformen aus Gips und Kunststoffen, in denen die Rohlinge später gebrannt werden. Bei diesem Arbeitsschritt ist absolute Präzision gefragt, da die bisher nur vorgeformten Rohlinge noch weich sind und sich während des Brennens an die Arbeitsform anpassen.

Die Lehre Keramiker kannst du in 3 verschiedenen Schwerpunkten absolvieren. Im Schwerpunkt „Industriekeramik“ befasst du dich vor allem mit der industriellen Produktion größerer Stückzahlen und dem Bedienen der benötigten Maschinen. Dieser Schwerpunkt ist somit weniger handwerklich geprägt als die Schwerpunkte „Gebrauchskeramik“ und „Baukeramik“.  Wie der Name schon sagt, stellst du in der „Gebrauchskeramik“ vor allem Gegenstände her, die im Alltag verwendet werden (z.B. Vasen und Teller) wohingegen die „Baukeramik“ mehr auf die Herstellung von Gegenständen spezialisiert ist, welche man für Bauarbeiten weiterverwendet (z.B. Fliesen oder Kacheln).

Keramiker arbeiten hauptsächlich in der Keramikindustrie. Hier sind sie zum Beispiel in Porzellanfabriken oder Ziegeleien tätig.

Art der Ausbildung

Lehre (Lehrbetrieb & Berufsschule)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre

Lehrlingsentschädigung

1. Lehrjahr: 653 €

So läuft die Lehre ab

Du interessierst dich für den Beruf Keramiker? Dann möchtest du sicher wissen: Wie werde ich Keramiker? Deine Lehre ist dual aufgebaut, das heißt du bist im Wechsel in Lehrbetrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Keramiker und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir dagegen das nötige theoretische Hintergrundwissen vermittelt.

Am Ende deiner Lehre nimmst du an der Lehrabschlussprüfung teil, die sich aus einer praktischen und einer theoretischen Prüfung zusammensetzt. Weitere Infos zur Prüfung sowie den Inhalten und dem Ablauf der Lehre findest du in der Ausbildungsordnung für Keramiker.

Keramiker: Voraussetzungen für die Lehre

Wie bei jeder Lehrlingsausbildung musst du für die Lehre Keramiker mindestens die 9-jährige Schulpflicht abgeschlossen haben. Daneben sind Zuverlässigkeit, gestalterische Fähigkeit und eine sorgfältige Arbeitsweise wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf.

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Bildnachweis: „Schale wird auf einer Töpferscheibe geformt" © CREATISTA / Shutterstock.com