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Elektroniker – Lehre & Beruf

Technische Geräte finden sich im alltäglichen Leben fast überall wieder. Bewusst oder unbewusst – überall um uns herum befinden sich Sende- und Empfangseinheiten wie Mikrochips und Sensoren. Neben Informations- und Kommunikationstechnik, die du auch bei dir zu Hause findest, befassen sich Elektroniker auch mit Geräten und Maschinen der Industrie.

Was macht ein Elektroniker?

Im Gegensatz zum Elektrotechniker behandeln Elektroniker feinmechanische Problemstellungen wie z.B. Platinen. Generell entwickeln Elektroniker Teile für elektrische Geräte und Maschinen. Das sorgt in der Ausbildung und im späteren Arbeitsalltag für Abwechslung und Spannung. Als Elektroniker beschäftigst du dich dementsprechend mehr mit Schwachstrom und kleinen Bauteilen, wohingegen Elektrotechniker auch große Anlagen bearbeiten.

In den meisten Produktionshallen befinden sich zahlreiche Maschinen, die gesteuert werden müssen. Diese Regel- und Steuereinheiten fertigen Elektroniker an und bauen sie ein. Aber auch Messgeräte sowie Sicherungs- und Signalanlagen gehören zum Aufgabengebiet von Elektronikern. Neben der Entwicklung und der Montage von verschiedensten elektronischen Bauelementen sammelst du als Elektroniker auch Daten. Du überprüfst und misst den Produktionsprozess und notierst technische Kennzahlen.

Je nachdem, welches Hauptmodul du wählst, beziehungsweise bei welchem Lehrbetrieb du eine Modullehre Elektronik beginnst, kann auch die Arbeit im Kundenservice zu deinen Aufgabenfeldern gehören. Du könntest z.B. medizinische Geräte in Krankenhäusern warten oder Kommunikationstechnik eines Telefonanbieters montieren und in Betrieb nehmen.

Art der Ausbildung

Lehre (Lehrbetrieb & Berufsschule)

Dauer der Ausbildung

3,5 - 4 Jahre

Lehrlingsentschädigung

1. Lehrjahr: 575 €

Elektroniker: Voraussetzungen für die Lehre

Wie bei jeder Lehrlingsausbildung musst du für die Lehre Elektroniker mindestens die 9-jährige Schulpflicht abgeschlossen haben. Daneben sind gute Noten in Mathe, technisches Feingefühl und eine sorgfältige Arbeitsweise wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf.

So läuft die Lehrausbildung ab

Der Beruf des Elektronikers klingt interessant für dich? Dann fragst du dich vielleicht: Wie werde ich Elektroniker? Deine Lehre ist dual aufgebaut, das heißt du bist im Wechsel in Lehrbetrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Elektroniker und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir dagegen das nötige theoretische Hintergrundwissen vermittelt.

Bei der Lehre Elektronik handelt es sich um einen Modullehrberuf. Das heißt, dass sich die Lehre aus 3 Modulen, nämlich Grundmodul, Hauptmodul(en) und Spezialmodul(en), zusammensetzt. Nach der 2-jährigen Pflichtausbildung im Grundmodul Elektronik folgt die 1,5-jährige Ausbildung in einem Hauptmodul. Du kannst zwischen folgenden 4 Modulen wählen: Angewandte Elektronik, Mikrotechnik, Kommunikationselektronik und Informations- und Telekommunikationstechnik. Im Anschluss hast du die freiwillige Möglichkeit, deine Ausbildung noch weiter zu vertiefen und ein zusätzliches Hauptmodul oder ein Spezialmodul anzuschließen. 

Am Ende deiner Lehre nimmst du an der Lehrabschlussprüfung teil, die sich aus einer praktischen und einer theoretischen Prüfung zusammensetzt. Weitere Infos zur Prüfung sowie den Inhalten und dem Ablauf der Lehre findest du in der Ausbildungsordnung für Elektroniker.

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Bildnachweis: „Elektronische Messgeräte" © luchschen / Fotolia